Hallo liebe Fantasy-Fans,
hier mal wieder eine aktuelle Neuigkeit aus dem Tharon-Universum.

Wie schon bereits erwähnt, schreibe ich derzeit an einer Fortsetzung der Saga und habe die ersten Seiten gefüllt. Im Herbst komme ich irgendwie am besten in Wallung, was das angeht

Ich möchte euch im Folgenden eine kleine Kost- und Leseprobe des Epiloges zeigen und hoffe, sie gefällt euch. Das Ganze muss natürlich noch überarbeitet werden. Aber so in etwa beginnt der neue Teil, der in einer deutlich späteren Epoche spielt, als die anderen Teile.
Epilog: Das Böse in den Wäldern von Morhud-Dhurr
Viele Meilen nordöstlich der weitläufigen Ebene von Gerondien, im Wildland von Morhud-Dhurr, wuchsen Wälder bis an die Eisgrenze der Landmasse Oytrasias, die so alt waren, dass sie nahe an das Alter der Wälder von Thune im Westen heranreichten. Ihre knorrigen Bäume besaßen Stämme von einem Ausmaß, dass selbst zehn Mann in einer Kette sie nicht umstellen konnten. Die Kronen waren so hoch und von dichtem Geflecht allerlei Ranken durchzogen, dass sie kein Licht mehr hindurchließen und eine ewige Dunkelheit darunter herrschte.
Doch diese Dunkelheit war nichts im Gegensatz zu der gestaltlosen Finsternis, die im schwarzen Herzen dieser Wälder umherging und dort ihr Unwesen trieb. Schon seit Generationen erzählten sich die Menschen, die am Rand dieser Wälder lebten, von dem unsagbar Bösen, welches noch niemand von ihnen wirklich je gesehen hatte, von dem aber jeder wusste und seit Kindestagen an stets gewarnt wurde. Sie hüteten sich davor, die Wälder weiter als bis in die äußeren Ränder zu betreten. Nicht einmal der Mutigste von ihnen wagte sich tiefer hinein und selbst die wildesten Tiere schienen das Innere der Wälder und ihre verborgenen Höhlengräber aus längst vergangenen Tagen und vergessenen Kulturen zu meiden.
Diese Finsternis war jedoch kein Ammenmärchen oder nur eine alte Sage, an der kein Körnchen Wahrheit lag, denn sie existierte tatsächlich und sie hauste in den Gräbern. Sie war ein böser Geist und sich ihrer selbst bewusst. Dieser Geist war älter als die meisten Wesen auf der Welt. Oft schon hatte er Gestalt angenommen und geherrscht. Er hatte Kreaturen erschaffen für den Krieg und war mit Armeen über die Länder und Völker hergefallen, um sein finsteres Wesen über alles Leben zu bringen und alles zu unterjochen.
Doch er war mehrfach gescheitert und besiegt worden. Der Stachel der Schmach saß tief im Inneren seiner ewigen Finsternis … und er stach noch immer heftig. Er wusste, dass es an der Zeit war, diese Schmach endlich zu tilgen, denn die Kraft in ihm kehrte zurück. 500 Jahre hatte er sich nun schon verborgen, nachdem er das letzte Mal in der Gestalt eines alten Lehrmeisters vom Siebental aus versucht hatte, die Welt zu beherrschen. Sein Bezwinger war jedoch schon längst zu Staub zerfallen – ebenso wie dessen Ahne, der die Völker einst vereint und gegen den finsteren Herrscher geführt hatte, der aus dem Schmerz der Trauer eines Druiden um seine vergiftete Ehefrau entstanden war. Niemand wusste mehr von der Geschichte des Geistes dieser Finsternis und niemand erinnerte sich noch daran. Das war ein Vorteil, den er sich zu Nutze machen wollte für seine endgültige und furchtbare Rache an allem.
Diesmal würde er jedoch nicht den gleichen Fehler noch einmal machen. Nein, diesmal wollte er sich einen Körper schaffen, der seiner Macht und Größe wirklich würdig war und der nicht der Schwäche der Menschen unterlag: ein eherner Körper, geschmiedet aus dem Erz, welches in den Tiefen dieses Landes steckte und auf seine Hebung wartete.
Die Pläne für diese eherne Gestalt hatte der Geist der Finsternis sich schon vor langer Zeit ausgedacht. Nun mussten sie nur noch von geschickten und kräftigen Schmieden in die Tat umgesetzt werden. Und diese Schmiede gab es unter den Bergtrolden im Nordwesten der Landmasse Oytrasias. Tumbe Riesen, die sich schon immer leicht beeinflussen und für den Krieg hatten gewinnen lassen, die jedoch geschickt genug für die Herstellung von Waffen und Rüstungen waren. Diese Wesen aufzusuchen und für ihre Pläne einzubinden war nun die erste Aufgabe des finsteren Geistes, die er für seine Rückkehr und seine endgültige Rache an allen Völkern erledigen musste.
Er umkleidete seine Nichtgestalt mit schwarzem Tuch und machte sich auf den Weg durch die Dunkelheit der Wälder in Richtung Westen auf eine Gebirgskette zu, wo er die Wohnstätten der Trolde wusste …
Ich hoffe, ihr findet Gefallen an dieser Textprobe und seid gespannt auf weitere Textstücke, die ich hier so nach und nach vorstellen möchte. Ansonsten wisst ihr ja schon von meiner Autorenseite
http://www.bjoern-harmening-ebooks.homepage.t-online.de und könnt dort weitere Teile der Tharon Saga durchstöbern.
Viel Spaß dabei - ich mach mich wieder ans Werk.
Wir lesen uns
Björn Harmening
Politiker und Babywindeln haben eins gemeinsam: man muß sie aus dem gleichen Grund wechseln!